Kreuzbandriss

Das Kniegelenk (Articulatio genus) ist ein zusammengesetztes Gelenk. Es besteht aus dem Kniescheibengelenk (Art. femoropatellaris) und dem Kniekehlgelenk (Art. Femorotibialis).

Die Bewegung des Kniescheibengelenkes - ein Schlittengelenk - erfolgt in Flexion und Extension zeitgleich.

Das Kniekehlgelenk hat verschiedene Bänder:

Kollateralbänder, Kreuzbänder, Haltebänder der Menisken.

 

Die Kreuzbänder - ein vorderes und ein hinteres - stabilisieren das Knie. Bei einem Kreuzbandriss reißt in der Regel immer nur das vordere Band.

Dies kann zu einer Instabilität führen, zu Lahmheiten des betroffenen Beines, Schäden am Gelenkknorpel, Meniskusschäden sowie arthrotische Veränderungen zur Folge haben.

 

Eine Diagnose kann durch z.B. Muskelverspannungen etwas schwierig sein. Getestet wird in der Regel, ob eine sog. "Schublade" auszulösen ist. Ein Röntgenbild wäre hier allerdings sinnvoll.

 

Ursache/n eines Kreuzbandrisses können verschieden sein. Bei einigen Hunden liegt eine Problematik der Hüfte vor, die durch Fehl-, Schonbelastungen sich ungünstig auf die Kniegelenke auswirken kann. Degenerationserscheinungen können ebenso eine Ursache sein sowie auch der Körperbau eines Hundes. Ist die Stellung der Tibia (Unterschenkel) zu steil, kann es sich ebenso ungünstig auswirken.

Die Biomechanik des Kniegelenkes ist sehr komplex. Bei Beugung (Flexion) und Streckung (Extension) kommt es zu einer Rollgleitbewegung der Femurkondylen auf den Menisken.

 

Ferner wird die Ernährung des Hundes diskutiert. Vor allem durch industriell hergestelltes Hundefutter kann der Körper meist nicht richtig entgiften und übersäuert, was sich langfristig auf das Bindegewebe, Sehnen, Bänder und Knorpel auswirken kann. Besser wäre eine artgerechte naturbelassene Ernährung.

 

Steht die Diagnose einmal fest, kommt man um eine OP in den meisten Fällen nicht mehr herum.

 

verschiedene OP-Methoden:

 

* TPLO (Tibia Plateau Leveling Osteotomie)

* TTA (Tibial Tuberosity Advancement)

* TTO (Triple Tibial Osteotomy)

* OTT (körpereigenes Bindegewebe (z.B. die Kniescheibensehne) wird als   
   Bandersatz implantiert.

* Tight Rope-OP (ein stabiles Band (Fremdmaterial) kommt hier zum Einsatz

 

Wichtig ist - vor allem nach einer OP - ein gezieltes Muskelaufbautraining. Spezielle Übungen/Behandlungen in meiner Praxis sowie ein genau abgestimmtes Training für zu Hause stelle ich Ihnen zusammen.

 

 

 

 

 

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